on August 06, 2026

Hautpflege Routine Herbst Umstellen: Was Ändert Sich Im September?

Der September kommt schneller, als man denkt. Die Luft wird trockener, die Temperaturen schwanken zwischen warm und frisch, und irgendwann merkst du: deine Haut fühlt sich anders an als noch vor ein paar Wochen. Genau das ist das Zeichen, dass es Zeit wird, deine Hautpflege Routine auf Herbst umzustellen. Wenn du dich noch fragst, was sich eigentlich genau ändern sollte und warum, lies weiter. Dieser Artikel erklärt dir Schritt für Schritt, was im September passiert und wie du deine Haut sanft in die kühlere Jahreszeit begleitest.

Wer seinen Sommer-Übergang bereits kennt, weiss: Haut, die im Sommer gut geölt und versorgt war, kann sich im Herbst plötzlich spröde und übersensibel anfühlen. Das hat seinen Grund, und der liegt vor allem in der Hautbarriere. Wenn du verstehen möchtest, wie Feuchtigkeit in deiner Haut wirklich funktioniert, empfehle ich dir den Artikel Hyaluronsäure in der Hautpflege: Wie tief dringt sie ein und was bewirkt sie?. Das gibt dir ein gutes Grundverständnis, bevor du deine Routine anpasst.

Warum Deine Haut Im Herbst Andere Bedürfnisse Hat

Im Sommer kämpft deine Haut vor allem gegen UV-Strahlung, Schwitzen und manchmal zu viel Sonne. Die Luftfeuchtigkeit ist höher, was bedeutet, dass deine Haut aussen Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das ändert sich im September grundlegend.

Die Luftfeuchtigkeit sinkt, die Heizungsluft beginnt die Wohnräume auszutrocknen und der Wind wird rauer. All das entzieht der Haut Feuchtigkeit von aussen, während sie gleichzeitig von innen weniger gut versorgt wird, wenn die Sebumproduktion etwas zurückgeht. Das Ergebnis: Spannungsgefühl, erste Schuppenbildung und eine gereizte, empfindlichere Haut.

Besonders betroffen sind Menschen mit ohnehin trockener oder empfindlicher Haut. Aber auch Mischhaut-Typen merken den Übergang deutlich, weil die fettige T-Zone nicht mehr so sichtbar ist, während Wangen und Stirn anfangen zu ziehen.

Schritt 1: Den Reiniger Anpassen

Der erste und oft unterschätzte Schritt ist die Reinigung. Wenn du im Sommer mit einem schäumenden Gel gearbeitet hast, ist jetzt der richtige Moment, auf etwas Milderes zu wechseln. Schäumende Produkte reinigen effektiv, können aber die natürlichen Lipide der Haut mitausspülen.

Für den Herbst empfehle ich einen cremigen oder milchartigen Reiniger, der den pH-Wert der Haut schont und die Barrierefunktion nicht weiter belastet. Deine Haut sollte sich nach der Reinigung weich anfühlen, nicht straff oder eng.

Ein kleiner Test: Wartest du nach dem Waschen 20 Minuten ohne aufzutragen und deine Haut spannt, ist dein Reiniger zu aggressiv für die Herbstsaison. Das lässt sich leicht ändern.

Schritt 2: Die Feuchtigkeitspflege Richtig Aufstocken

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Umstellung. Im Sommer hat vielleicht eine leichte Gel-Feuchtigkeitscreme gereicht. Im Herbst braucht deine Haut mehr Oklusion, also eine Pflege, die nicht nur Feuchtigkeit liefert, sondern sie auch einschließt und die Barriere aktiv stärkt.

Hier kommen Ceramide ins Spiel. Diese Lipide sind natürlicher Bestandteil deiner Hautbarriere und nehmen im Herbst besonders ab, wenn die Haut durch Kälte und trockene Luft gestresst wird. Eine Feuchtigkeitscreme mit einem vollständigen Ceramid-Komplex, wie zum Beispiel dem Ceramide Complex aus NP, AP und EOP, kann helfen, diese Lücken zu schliessen.

Wenn du gerade nach einer Herbstpflege suchst, die Ceramide mit modernen Inhaltsstoffen kombiniert, schau dir den Luceotique Exosome Barrier Moisturizer an. Er enthält neben dem Ceramid-Komplex auch Centella Asiatica Extrakt für beruhigende Wirkung, Glycerin als klassischen Feuchtigkeitsbinder und Exosomen, die die Zellkommunikation in der Haut unterstützen. Eine Kombi, die besonders in der Übergangszeit Sinn ergibt.

Schritt 3: Wirkstoffe Überdenken, Nicht Komplett Streichen

Viele machen im Herbst den Fehler und schmeissen ihre gesamte Sommer-Routine über Bord. Das ist nicht nötig. Es geht vielmehr darum, Prioritäten zu verschieben.

Vitamin C oder Niacinamide können das ganze Jahr über verwendet werden und sind auch im Herbst wertvoll. Was sich ändert, ist der Zeitpunkt, an dem du wieder mit anspruchsvolleren Wirkstoffen wie Retinol oder Säuren einsteigen kannst, weil die UV-Belastung abnimmt. Falls du mit Retinol starten möchtest, lies unbedingt den Artikel Retinol für Anfänger: Wie einsteigen und was beachten bei empfindlicher Haut?. Der Herbst ist dafür tatsächlich ein guter Einstiegszeitpunkt.

Wichtig: Wenn du im Herbst mit Retinol oder Säuren beginnst, ist eine gut funktionierende Hautbarriere die Voraussetzung. Starte nicht mit aktiven Wirkstoffen, wenn deine Haut gerade gereizt und trocken ist. Erst stabilisieren, dann optimieren.

Schritt 4: Sonnenschutz Bleibt, Auch Im September

Ein Irrtum, der sich hartnäckig hält: Im Herbst brauche ich keinen Sonnenschutz mehr. Die UVA-Strahlung, die für Hautalterung verantwortlich ist, bleibt das ganze Jahr über konstant. Nur die UVB-Strahlung nimmt mit dem Sommer ab.

Du kannst im September auf einen leichteren SPF von 30 wechseln, wenn du im Sommer mit SPF 50 unterwegs warst. Aber ganz weglassen ist keine gute Idee, besonders wenn du jetzt mit Retinol oder Säuren anfängst, denn diese Wirkstoffe machen die Haut lichtempfindlicher.

Den Sonnenschutz weiterhin als letzten Schritt deiner Morgenroutine aufzutragen ist eine Gewohnheit, die sich das ganze Jahr über lohnt. Deine Haut in zehn Jahren wird es dir danken.

Die Herbstroutine Im Überblick: Was Wirklich Zählt

Du musst deine Routine nicht komplett neu erfinden. Drei Anpassungen machen den grössten Unterschied: ein milderer Reiniger, eine reichhaltigere Feuchtigkeitspflege mit Ceramiden und eine konsequente Barrierepflege in den Abendstunden.

Wenn du noch keine abendliche Routine hast oder unsicher bist, wie du deine Schritte sinnvoll aufbaust, findest du einen konkreten Leitfaden im Artikel Hautpflege abends: Die richtige Reihenfolge für Anfänger. Gerade der Abend ist die beste Zeit, um reparierenden Inhaltsstoffen die Chance zu geben, wirklich zu wirken.

Und wenn du nach dem Herbst-Refresh auch insgesamt frischer und strahlender wirken möchtest, schau dir die Tipps in unserem beliebtesten Artikel an: How to Glow Up: 10 Tipps für einen frischen, neuen Look. Manchmal beginnt ein echter Glow-Up eben mit der richtigen Herbstroutine.

Der September ist kein Feind deiner Haut. Er ist eine Einladung, sie etwas bewusster zu pflegen und ihr das zu geben, was sie jetzt wirklich braucht. Fang einfach an, hör auf deine Haut und justiere, was sich nicht gut anfühlt. Mehr braucht es oft gar nicht.


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